Was für eine absurde Idee.

Das Ziel des Unternehmens ist es, für gut ausgebildete Frauen attraktiv zu sein. Familie später, erst mal Karriere…

Gut ausgebildete junge Arbeitskräfte sind unentbehrlich, egal welchen Geschlechts.
Bloß in der Realität ist das “Familiengründungsausfallrisiko” beim weiblichen Teil der Human Recources immer noch größer, als beim männlichen.
Aber ohne Frauen geht’s nicht mehr, der Gewinn will gesteigert werden und die Kerls kriegen das alleine einfach nicht mehr gewuppt.
Roboter sind nicht für alles geeignet, also bleiben nur die Frauen.

Da ist es unternehmerisch doch klug gedacht, das Risiko, das dabei entsteht, zu minimieren. Und das natürlich am besten sofort. Für tiefergehende Überlegungen über längerfristig sinnvolle Strategien ist keine Zeit, die Konkurrenz schläft ja schließlich auch nicht.

Die Lösung, die schon im nächsten Quartal bessere Zahlen bringt, ist gefragt.
Und was ist da besser, als Arbeitskräfte, die nicht ungeplant ausfallen? Mit denen man planen kann? Da optimieren, wo das Risiko am größten ist.
Schlau!

Die Frage, ob das auch für die Menschen gut ist, welche Konsequenzen so was für die Gesellschaft hat, für die zukünftigen Eltern, für deren als Eizelle eingefrorene Kinder, die sie dann mit Mitte 40 auf die Welt bringen sollen, die stellt sich so ein Unternehmen offenbar nicht.

Ich finde den Gedanken erschreckend, dass ein Unternehmen dadurch attraktiver werden will, dass es mit mir erst mal ordentlich absahnt und das mir quasi als kleinen Bonus dafür dann, wenn es auf natürlichem Weg praktisch nicht mehr geht zur Familie verhelfen will. Das zelebriert ja gradezu das Credo, dass der einzige echt störende Faktor in unserer Wachstumswirtschaft wir selber sind, die Menschen.

Wenn das nicht absurd ist…